Ich durfte als Expertin an der Entstehung und auch weiteren Betreuung dieser Studie mitwirken und sie liegt mir sehr am Herzen, weil das Thema so wichtig ist.
Das Forschungsteam der TH Deggendorf will untersuchen, welche Unterstützung Eltern von Sternenkindern rund um die Diagnose und Geburt als hilfreich empfinden.
Das Ziel der Studie ist es, die Versorgung für Eltern zu verbessern, die einen Verlust während der Schwangerschaft oder Geburt erleben und Handlungsempfehlungen für Gesundheitspersonal zu entwickeln. Ein Anliegen, das mir persönlich sehr wichtig ist.
Für die Studienteilnahme werden Eltern gesucht, die in den letzten 9 Monaten eine Fehlgeburt, Totgeburt oder einen medizinisch indizierten Abbruch erlebt haben oder deren Kind ist bei der Geburt verstorben ist.
Im ersten Schritt fand Ende Januar ein Workshoptag mit Eltern (in München oder Deggendorf) statt. In einem geschützten Rahmen wurde in Kleingruppen erarbeitet und gesammelt, was für die Betroffenen rund um die Zeit von Diagnose und Geburt hilfreich und wichtig war. Die Workshops wurden von mir begleitet, damit die Eltern immer eine Ansprechpartnerin haben. Vor dem Workshop gab es auch ein kurzes Online Vorgespräch mit einem Mitglied des Forschungsteams zum Kennenlernen und Fragen stellen.
📌der erste Step in der Studie mit den Workshops vor Ort ist Ende Januar gewesen.
Der erste große Studienabschnitt waren die Workshops mit betroffenen Eltern, in denen wir uns gemeinsam mit den Bedürfnissen von Sterneneltern im Moment des Verlustes beschäftigt haben.
Die Daten aus den Workshops sind sehr umfassend und vielseitig - und sie ermöglichen eine wirklich differenzierte Perspektive auf das Thema. Ende Juni haben wir die intensive Datenanalyse abgeschlossen und bereiten gerade einen Fachartikel vor.
Im Sommer lief der zweite Studienabschnitt erfolgreich: In Einzelinterviews besprachen wir mit betroffenen Eltern, wie sie die Situation rund um den Verlust erlebt haben. Den zweiten Abschnitt werden wir inklusive Analyse bis Ende 2025 abschließen und ebenfalls in eine Veröffentlichung überführen.
Im ersten Halbjahr 2026 steht dann das große Finale an: Gemeinsam mit betroffenen Eltern, wollen wir aus unserer Studie Handlungsempfehlungen ableiten und diese gemeinsam diskutieren und konsentieren.
Dazu gibt es Ende des Jahres noch mal ein Update.
Vielen Dank an alle Eltern, die mit so viel Offenheit ihre Geschichten mit uns geteilt haben. 🙏🏻🫶
